Dienstag, 28. Januar 2014

Fortsetzung...


Währenddessen wir uns nun um Arco und die Weihnachtsvorbereitungen kümmerten, stand meine Ma unerwartet vor der Tür. Ich sah die Tränen in ihren Augen und wusste sofort was los war.
Mein Omchen ist morgens am Heiligabend wieder in die Klinik gekommen. Ihr dritter Schlaganfall!

Das wir jetzt nicht so lustig unter unserem Weihnachtsbaum sitzen konnten, ist ja klar. Wir haben trotzdem allemann zusammen gesessen, Geschenke ausgepackt, Raclette gegessen, Geschichten erzählt und Weihnachtslieder gehört. Nach singen war uns allen nicht.

Die kommenden vier Tage lag mein Omchen immer noch auf der Intensiv-Station. Es ging ihr allerdings schon wieder besser und sollte bald wieder auf die normale Station kommen.
Ich habe es nicht fertig gebracht, sie dort zu besuchen. Vor ein paar Wochen ist dort im Krankenhaus ein lieber Bekannter von uns verstorben. Ich wollte das ganze nicht noch einmal erleben. Außerdem stand meine Oma noch unter „Drogen“ und hatte sowieso niemanden wahr genommen.

Nachdem alle anderen damit beschäftigt waren sich um das kommende Silvester zu kümmern, kümmerten wir uns immer noch um ein neues zu Hause für Arco. Und tatsächlich hatte unser Junior eine kleine Familie angesprochen, die bereit war, Arco bei sich aufzunehmen, wenn er sich mit deren Labrador-Hündin versteht.

So haben wir uns einen Tag vor Silvester mit der Familie verabredet und sind mit den Hunden spazieren gegangen. Was soll ich sagen ….es klappte auf Anhieb. Yeah!!!!!

Sie mussten allerdings noch einige Vorbereitungen treffen und kamen am nächsten Tag wieder.
Arco hatte nun ein neues ZUHAUSE.

Wir sind bis heute in Kontakt und freuen uns, dass es ihm dort sehr gut geht. Sie haben noch einige Start-Schwierigkeiten, aber es wird von Tag zu Tag besser. Arco lernt von seiner neuen Freundin und liebt die Spaziergänge. Er ist allerdings sehr Besitzergreifend und Eifersüchtig, aber es wird und er lernt!

Meinem Omchen ging es schon wieder so gut, dass sie auch wieder entlassen werden konnte, kam aber zwei Tage später wieder in die Klinik, weil Bakterien in ihre Hand eingedrungen sind, wo die im Krankenhaus eine Kanüle gesetzt hatten. Ihre ganze Hand ist dick angeschwollen und voller Eiter gewesen.
Das musste nun erst einmal wieder versorgt werden. Mit Antibiotikum heilt es aber stetig und mittlerweile ist sie wieder zurück im Senioren-Heim. Da meine Oma aber seit ihrem ersten Schlaganfall unter Demenz leidet, ist es für mich sehr schwer mit ansehen zu müssen,wie sie mehr und mehr abbaut. Mal erkennt sie einen und weiß sogar von allen die Geburtstage. Ein anderes mal schaut sie durch einen hindurch redet wirres Zeug und ist ganz tüddelig. Aber egal, wie es nun ist, ich bin über jeden Tag Dankbar, mein Omchen noch zu haben.

Bis zum nächsten Post grüßt Euch

                                        Maja

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen