Währenddessen wir uns nun um Arco und
die Weihnachtsvorbereitungen kümmerten, stand meine Ma unerwartet
vor der Tür. Ich sah die Tränen in ihren Augen und wusste sofort
was los war.
Mein Omchen ist morgens am Heiligabend
wieder in die Klinik gekommen. Ihr dritter Schlaganfall!
Das wir jetzt nicht so lustig unter
unserem Weihnachtsbaum sitzen konnten, ist ja klar. Wir haben
trotzdem allemann zusammen gesessen, Geschenke ausgepackt, Raclette
gegessen, Geschichten erzählt und Weihnachtslieder gehört. Nach
singen war uns allen nicht.
Die kommenden vier Tage lag mein Omchen
immer noch auf der Intensiv-Station. Es ging ihr allerdings schon
wieder besser und sollte bald wieder auf die normale Station kommen.
Ich habe es nicht fertig gebracht, sie
dort zu besuchen. Vor ein paar Wochen ist dort im Krankenhaus ein
lieber Bekannter von uns verstorben. Ich wollte das ganze nicht noch
einmal erleben. Außerdem stand meine Oma noch unter „Drogen“ und
hatte sowieso niemanden wahr genommen.
Nachdem alle anderen damit beschäftigt
waren sich um das kommende Silvester zu kümmern, kümmerten wir uns
immer noch um ein neues zu Hause für Arco. Und tatsächlich hatte
unser Junior eine kleine Familie angesprochen, die bereit war, Arco
bei sich aufzunehmen, wenn er sich mit deren Labrador-Hündin
versteht.
So haben wir uns einen Tag vor
Silvester mit der Familie verabredet und sind mit den Hunden
spazieren gegangen. Was soll ich sagen ….es klappte auf Anhieb.
Yeah!!!!!
Sie mussten allerdings noch einige
Vorbereitungen treffen und kamen am nächsten Tag wieder.
Arco hatte nun ein neues ZUHAUSE.
Wir sind bis heute in Kontakt und
freuen uns, dass es ihm dort sehr gut geht. Sie haben noch einige
Start-Schwierigkeiten, aber es wird von Tag zu Tag besser. Arco lernt
von seiner neuen Freundin und liebt die Spaziergänge. Er ist
allerdings sehr Besitzergreifend und Eifersüchtig, aber es wird und
er lernt!
Meinem Omchen ging es schon wieder so
gut, dass sie auch wieder entlassen werden konnte, kam aber zwei Tage
später wieder in die Klinik, weil Bakterien in ihre Hand
eingedrungen sind, wo die im Krankenhaus eine Kanüle gesetzt hatten.
Ihre ganze Hand ist dick angeschwollen und voller Eiter gewesen.
Das musste nun erst einmal wieder
versorgt werden. Mit Antibiotikum heilt es aber stetig und
mittlerweile ist sie wieder zurück im Senioren-Heim. Da meine Oma
aber seit ihrem ersten Schlaganfall unter Demenz leidet, ist es für
mich sehr schwer mit ansehen zu müssen,wie sie mehr und mehr abbaut.
Mal erkennt sie einen und weiß sogar von allen die Geburtstage. Ein
anderes mal schaut sie durch einen hindurch redet wirres Zeug und ist
ganz tüddelig. Aber egal, wie es nun ist, ich bin über jeden Tag
Dankbar, mein Omchen noch zu haben.
Bis zum nächsten Post grüßt Euch
Maja

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