Erst einmal ein schönes neue Jahr euch
Allen und das wünsche ich Euch leider erst jetzt, weil wir ja nicht
WIR wären, wenn hier mal alles stressfrei ablaufen würde.
Ich habe wieder so viel zu berichten,
dass ich es in mehreren Etappen machen muss, da es sonst den Rahmen
sprengen würde.
Angefangen hat alles zwei Tage vor
Heiligabend.
Ich erwähnte ja schon einmal, dass
meine Tochter ausgezogen ist. Sie hatte das große Glück, in die
Wohnung ihres Bruders zu ziehen, der mit seiner Freundin
zusammengezogen ist. Die Wohnung, in die meine Große zog, befindet
sich im Dachgeschoss eines Einfamilienhaus. Ihre Vermieterin, eine
ganz liebe ältere Dame (Hannelore) lebte seit dem Tod ihres Mannes
allein mit einem Labrador in der unteren Etage. Es war, wie schon mit
unserem Sohn, ein ganz tolles und herzliches Mietverhältnis.
Hannelore hatte zwar Kinder, aber zu denen hatte sie schon seit
Jahren keinen Kontakt mehr. So machten, zuerst unser Sohn, später
dann unsere Tochter einige Erledigungen für die Frau, gingen
zwischendurch mal mit dem Hund und haben mit ihr auch mal zusammen
gesessen und gequatscht.
Eines Tages kam unsere Tochter von der
Arbeit nach Hause und wunderte sich, das das Hundefutter noch vor der
Tür stand, welches sie ihrer Vermieterin am vorherigen Tag
mitgebracht hatte. Der Hund war , wie sonst üblich auch nicht im
Garten.
So rief meine Tochter nach Hannelore.
Nachdem sie keine Antwort bekam, schaute sie nach und fand diese
leblos auf der Couch liegen. Nachdem sie sie wiederbelebt hatte und
den Notarzt rief, informierte unsereTochter ihren Bruder, der sofort
zur Stelle eilte. Währenddessen unsereTochter mit dem Krankenwagen
mitfuhr, benachrichtigte Junior die Kinder von Hannelore. Im
Krankenhaus war die erste Diagnose, Schlaganfall. Unsere Tochter
hatte Hannelore noch im Krankenhaus versprochen, sich in der
Zwischenzeit um den Hund zu kümmern.
Ich muss nur mal kurz erwähnen, meiner
Tochter ist 18 ...achtzehn! Ich bin bin wahnsinnig stolz auf sie!!!
Sie hat geistesgegenwärtig reagiert und dieser Frau das Leben
gerettet, so der Arzt!
Die Tochter von Hannelore kam den
nächsten Tag aus Bayern hierher. Unsere Tochter, Junior und
natürlich wir, kümmerten uns in der Zwischenzeit um den Hund.
Am nächsten Tag erfuhren wir von
Hannelores Tochter, das es doch kein Schlaganfall war, ihre Nieren
kaputt sind und sie nur noch von Maschinen am Leben erhalten wird.
Diese aber nun abgeschaltet werden.
Wenige Stunden später, nachdem
Hannelore verstorben war. Ging alle Schlag auf Schlag. Der Hund
sollte eingeschläfert werden, das Haus leer geräumt und verkauft
werden.
Den Hund einschläfern??? Was kann denn
er dafür??? So bemühten wir uns mit der Einwilligung der Erbin um
einen neuen Platz für den Hund.
Arco, der Hund hatte bis dahin kaum bis
keine soziale Kontakte kennengelernt, somit konnten wir ihn nicht
aufnehmen (er hatte unsere Katzen „zum Fressen“ gern)! Unsere
Kinder sind Berufstätig, andere hatten das gleiche Problem
...Katzen!
Somit sind wir zwischen Weihnachten und
Neujahr mehrmals täglich in das über 20 km entfernte Örtchen
gefahren um mit dem Hund zu gehen und das er nicht den ganzen Tag
über alleine ist.
Zeitgleich haben wir Flyer ausgehängt,
annonciert und Leute auf der Straße angesprochen.
Muss ich noch erwähnen, dass das nun
bis dahin kein ruhiges Weihnachten war?!
Zumal meine Oma Heiligabend mit ihrem
dritten Schlaganfall ins Krankenhaus kam. Aber darüber und was sonst
noch so alle passiert ist, erfahrt Ihr später.
Seid ganz lieb gegrüßt
Maja
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