Dienstag, 28. Januar 2014

Besinnliche Weihnachten?

Erst einmal ein schönes neue Jahr euch Allen und das wünsche ich Euch leider erst jetzt, weil wir ja nicht WIR wären, wenn hier mal alles stressfrei ablaufen würde.
Ich habe wieder so viel zu berichten, dass ich es in mehreren Etappen machen muss, da es sonst den Rahmen sprengen würde.

Angefangen hat alles zwei Tage vor Heiligabend.

Ich erwähnte ja schon einmal, dass meine Tochter ausgezogen ist. Sie hatte das große Glück, in die Wohnung ihres Bruders zu ziehen, der mit seiner Freundin zusammengezogen ist. Die Wohnung, in die meine Große zog, befindet sich im Dachgeschoss eines Einfamilienhaus. Ihre Vermieterin, eine ganz liebe ältere Dame (Hannelore) lebte seit dem Tod ihres Mannes allein mit einem Labrador in der unteren Etage. Es war, wie schon mit unserem Sohn, ein ganz tolles und herzliches Mietverhältnis. Hannelore hatte zwar Kinder, aber zu denen hatte sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr. So machten, zuerst unser Sohn, später dann unsere Tochter einige Erledigungen für die Frau, gingen zwischendurch mal mit dem Hund und haben mit ihr auch mal zusammen gesessen und gequatscht.

Eines Tages kam unsere Tochter von der Arbeit nach Hause und wunderte sich, das das Hundefutter noch vor der Tür stand, welches sie ihrer Vermieterin am vorherigen Tag mitgebracht hatte. Der Hund war , wie sonst üblich auch nicht im Garten.
So rief meine Tochter nach Hannelore. Nachdem sie keine Antwort bekam, schaute sie nach und fand diese leblos auf der Couch liegen. Nachdem sie sie wiederbelebt hatte und den Notarzt rief, informierte unsereTochter ihren Bruder, der sofort zur Stelle eilte. Währenddessen unsereTochter mit dem Krankenwagen mitfuhr, benachrichtigte Junior die Kinder von Hannelore. Im Krankenhaus war die erste Diagnose, Schlaganfall. Unsere Tochter hatte Hannelore noch im Krankenhaus versprochen, sich in der Zwischenzeit um den Hund zu kümmern.

Ich muss nur mal kurz erwähnen, meiner Tochter ist 18 ...achtzehn! Ich bin bin wahnsinnig stolz auf sie!!! Sie hat geistesgegenwärtig reagiert und dieser Frau das Leben gerettet, so der Arzt!

Die Tochter von Hannelore kam den nächsten Tag aus Bayern hierher. Unsere Tochter, Junior und natürlich wir, kümmerten uns in der Zwischenzeit um den Hund.

Am nächsten Tag erfuhren wir von Hannelores Tochter, das es doch kein Schlaganfall war, ihre Nieren kaputt sind und sie nur noch von Maschinen am Leben erhalten wird. Diese aber nun abgeschaltet werden.

Wenige Stunden später, nachdem Hannelore verstorben war. Ging alle Schlag auf Schlag. Der Hund sollte eingeschläfert werden, das Haus leer geräumt und verkauft werden.

Den Hund einschläfern??? Was kann denn er dafür??? So bemühten wir uns mit der Einwilligung der Erbin um einen neuen Platz für den Hund.

Arco, der Hund hatte bis dahin kaum bis keine soziale Kontakte kennengelernt, somit konnten wir ihn nicht aufnehmen (er hatte unsere Katzen „zum Fressen“ gern)! Unsere Kinder sind Berufstätig, andere hatten das gleiche Problem ...Katzen!
Somit sind wir zwischen Weihnachten und Neujahr mehrmals täglich in das über 20 km entfernte Örtchen gefahren um mit dem Hund zu gehen und das er nicht den ganzen Tag über alleine ist.
Zeitgleich haben wir Flyer ausgehängt, annonciert und Leute auf der Straße angesprochen.

Muss ich noch erwähnen, dass das nun bis dahin kein ruhiges Weihnachten war?!
Zumal meine Oma Heiligabend mit ihrem dritten Schlaganfall ins Krankenhaus kam. Aber darüber und was sonst noch so alle passiert ist, erfahrt Ihr später.

Seid ganz lieb gegrüßt

                                       Maja

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