Habe mich lange nicht mehr gemeldet, aber hier ist mal wieder viel
passiert.
Mein Opi ist verstorben, mein Scheißerchen hat sich die Sehnen im
Oberarm abgerissen und liegt im Krankenhaus und meine Große hatte ihre Gesellenprüfung
als Konditorin, (Bestanden!!!) und uns ein behindertes Entenküken ins Haus
gebracht.
Mein Opi, den wir mit meinem Omchen Ende letzten Jahres aus Münster
zu uns ins Seniorenheim geholt haben, ist Montagnacht im Krankenhaus verstorben.
Durch die zwei Schlaganfälle die meine Oma hatte, pflegte und kümmerte er sich nur
noch um seine Frau und den Haushalt, bis er selbst zusammenbrach. Beide kamen
in ein Seniorenheim in Münster.
Da wir sie allerdings, der Entfernung wegen, nicht so häufig besuchen
konnten, holten wir die Zwei zu uns in ein Pflegeheim. Mein Omchen erholte sich
wieder prächtig. Mein Opa allerdings nahm rapide ab, bekam Probleme mit dem Herzen.
Nach einem erneuten Arzt-Besuch stellte dieser dann fest, dass seine Lunge im
Wasser schwamm. Nach einem CT kam mein Opi sofort in die Klinik. Dort saugten
sie ihm das Wasser ab. Es ging ihm auch schon wieder besser und er kam von der
Intensivstation wieder runter.
Er freute sich auch über den Besuch seiner Kinder. Am Dienstag wollte
ich noch einmal mit meinen Eltern ins Krankenhaus. Doch um halb sieben morgens
klingelte das Telefon. Ich wusste sofort, was passiert ist.
Mein Opi hat es
nicht geschafft! Er hat aufgegeben!
Er wollte und konnte schon lange nicht mehr ….und ich freue mich für ihn,
dass er es jetzt geschafft hat. Ohne Schmerzen im Schlaf gestorben!
Er fehlt mir zwar sehr, aber ich hole mir die schönen Momente, die
ich mit ihm erlebt habe vors Auge und dann werden die traurigen Tränen zu
lachenden.
Zeitgleich sind die Sehnen im Oberarm von meinem Scheißerchen
gerissen, als er mir meinen Rasenmäher anschmeißen wollte. Nach CT und MRT nun
Klinik. Alle Sehnen Durch! Gestern Mittag
wurde alles wieder zusammengeflickt. Er hat zwar Schmerzen und muss jetzt sechs
Wochen mit einer blöden Rolle rumlaufen bis er seine Reha machen kann, aber wir
sind ganz zuversichtlich. Das ganze Prozedere kennen wir auch schon. Vor fünf
Jahren, war es der andere Arm. Jetzt heißt es für ihn erst einmal …chillen!
Für mich jetzt natürlich mehr Arbeit, aber da müssen die Kids jetzt
ordentlich mit anpacken. Aber das machen sie ja alle gerne, wenn Not am Mann/an
der Frau ist.
Wie wir zu Entenküken kamen ist auch mal wieder so eine Sache.
Meine Tochter fragte uns, ob wir nicht noch ein Entenküken aufnehmen
könnten, da es behindert sei, nicht richtig laufen und schwimmen könnte. Draussen alleine, hätte es keine Chance!
…Gut, bevor es draußen von Marder oder Greifvogel gekillt wird, nahmen
wir es auf. Ich opferte meinen kleinen Minze-Teich und wir konstruierten mal
eben schnell ein Entengehege mit Ein-und Ausstieg für das kleine Finchen. Unser
Nachbar, der verschiedene Entenarten züchtet, brachte uns noch einen
Artgenossen. Damit unseres nicht so alleine ist und von dem anderen lernen
kann. Laufen wird sie nie können, aber hüpfend kann sie sich fortbewegen. Schwimmen kann sie mittlerweile ganz gut und
ist in ihrem Element, wenn sie ins Gehege gesetzt wird. Abends kommen die
Beiden allerdings noch mit ins Haus. Brauchen halt noch die Wärme.
Wenn es
nicht regnet sind sie für ein paar Stunden unter Aufsicht im Gehege. Später müssen
wir mal schauen. Wenn sie fliegen können, dürfen sie davon fliegen und die
große weite Welt erkunden, wenn sie bleiben wollen, bieten wir ihnen unseren
großen Teich an. Unser Finchen wird mit ihrer Behinderung aufwachsen und damit
lernen umzugehen. Wir sind guter Hoffnung!
Zwischen den Klinikbesuchen fahre ich nächste Woche noch zur
Freisprechung meiner Tochter. Also werde ich auch in den nächsten Tagen nicht
viel Zeit haben zu schreiben.
Ich hoffe, Ihr nehmt es mir nicht übel.
Ich schicke Euch bis dahin aber viele Grüße
Eure Maja

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