Freitag, 21. Juni 2013

Wieder so viel passiert



Habe mich lange nicht mehr gemeldet, aber hier ist mal wieder viel passiert.
Mein Opi ist verstorben, mein Scheißerchen hat sich die Sehnen im Oberarm abgerissen und liegt im Krankenhaus und meine Große hatte ihre Gesellenprüfung als Konditorin, (Bestanden!!!) und uns ein behindertes Entenküken ins Haus gebracht.

Mein Opi, den wir mit meinem Omchen Ende letzten Jahres aus Münster zu uns ins Seniorenheim geholt haben, ist Montagnacht im Krankenhaus verstorben. Durch die zwei Schlaganfälle die meine Oma hatte, pflegte und kümmerte er sich nur noch um seine Frau und den Haushalt, bis er selbst zusammenbrach. Beide kamen in ein Seniorenheim in Münster.
Da wir sie allerdings, der Entfernung wegen, nicht so häufig besuchen konnten, holten wir die Zwei zu uns in ein Pflegeheim. Mein Omchen erholte sich wieder prächtig. Mein Opa allerdings nahm rapide ab, bekam Probleme mit dem Herzen. 
Nach einem erneuten Arzt-Besuch stellte dieser dann fest, dass seine Lunge im Wasser schwamm. Nach einem CT kam mein Opi sofort in die Klinik. Dort saugten sie ihm das Wasser ab. Es ging ihm auch schon wieder besser und er kam von der Intensivstation wieder runter.
Er freute sich auch über den Besuch seiner Kinder. Am Dienstag wollte ich noch einmal mit meinen Eltern ins Krankenhaus. Doch um halb sieben morgens klingelte das Telefon. Ich wusste sofort, was passiert ist. 
Mein Opi hat es nicht geschafft! Er hat aufgegeben!
Er wollte und konnte schon lange nicht mehr ….und ich freue mich für ihn, dass er es jetzt geschafft hat. Ohne Schmerzen im Schlaf gestorben!

Er fehlt mir zwar sehr, aber ich hole mir die schönen Momente, die ich mit ihm erlebt habe vors Auge und dann werden die traurigen Tränen zu lachenden.

Zeitgleich sind die Sehnen im Oberarm von meinem Scheißerchen gerissen, als er mir meinen Rasenmäher anschmeißen wollte. Nach CT und MRT nun Klinik.  Alle Sehnen Durch! Gestern Mittag wurde alles wieder zusammengeflickt. Er hat zwar Schmerzen und muss jetzt sechs Wochen mit einer blöden Rolle rumlaufen bis er seine Reha machen kann, aber wir sind ganz zuversichtlich. Das ganze Prozedere kennen wir auch schon. Vor fünf Jahren, war es der andere Arm. Jetzt heißt es für ihn erst einmal …chillen!
Für mich jetzt natürlich mehr Arbeit, aber da müssen die Kids jetzt ordentlich mit anpacken. Aber das machen sie ja alle gerne, wenn Not am Mann/an der Frau ist.

Wie wir zu Entenküken kamen ist auch mal wieder so eine Sache.
Meine Tochter fragte uns, ob wir nicht noch ein Entenküken aufnehmen könnten, da es behindert sei, nicht richtig laufen und schwimmen könnte. Draussen alleine, hätte es keine Chance!
…Gut, bevor es draußen von Marder oder Greifvogel gekillt wird, nahmen wir es auf. Ich opferte meinen kleinen Minze-Teich und wir konstruierten mal eben schnell ein Entengehege mit Ein-und Ausstieg für das kleine Finchen. Unser Nachbar, der verschiedene Entenarten züchtet, brachte uns noch einen Artgenossen. Damit unseres nicht so alleine ist und von dem anderen lernen kann. Laufen wird sie nie können, aber hüpfend kann sie sich fortbewegen. Schwimmen kann sie mittlerweile ganz gut und ist in ihrem Element, wenn sie ins Gehege gesetzt wird. Abends kommen die Beiden allerdings noch mit ins Haus. Brauchen halt noch die Wärme. 
Wenn es nicht regnet sind sie für ein paar Stunden unter Aufsicht im Gehege. Später müssen wir mal schauen. Wenn sie fliegen können, dürfen sie davon fliegen und die große weite Welt erkunden, wenn sie bleiben wollen, bieten wir ihnen unseren großen Teich an. Unser Finchen wird mit ihrer Behinderung aufwachsen und damit lernen umzugehen. Wir sind guter Hoffnung!


 
Zwischen den Klinikbesuchen fahre ich nächste Woche noch zur Freisprechung meiner Tochter. Also werde ich auch in den nächsten Tagen nicht viel Zeit haben zu schreiben.
Ich hoffe, Ihr nehmt es mir nicht übel.
Ich schicke Euch bis dahin aber viele Grüße


                                        Eure Maja

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen