Unser „Dicker“ ist von uns gegangen!

Nick, er wurde nur 10 Jahre alt.
Wie viel wir mit ihm erlebten,
wird uns jetzt wieder in Erinnerung gerufen.
Mein Mann bekam ihn als Baby. Als
Nick drei Monate alt war, lernten mein Mann und ich uns kennen.
Nick war ein immer verfressener kleiner
Kater, kein Schnitzel, Frikadelle oder Butterbrot war vor ihm sicher. Und wenn
unsere beiden anderen Katzen nicht schnell genug mit ihrem Futter waren,
bekamen sie eins auf die Mütze und er machte sich auch über ihr Futter her.
Wenn wir mit unserem Hund
spazieren gingen, kamen auch er und die beiden anderen Katzen mit.
Eines Tages, es war nach meiner
Geburtstags-Party im November, kam er morgens nicht zum Fressen. Wir machten
uns natürlich Gedanken. Als er allerdings auch abends nicht zum Fressen kam,
machten wir uns auf die Suche. Auch am nächsten und darauffolgenden Tag, ließ
er sich nicht blicken. Wir hingen Zettel auf fragten in der Nachbarschaft, beim
Tierarzt und im Tierheim nach. Er blieb verschwunden. Ich ging immer andere
Strecken mit dem Hund und kein Gang blieb ohne rufen und suchen. Selbst in
Straßengräben schauten wir, denn mittlerweile vermuteten wir, dass er unter die
Räder gekommen ist. Da er sich von keinem Fremden anfassen ließ, konnten wir ausschließen,
dass er sich ein neues Zuhause gesucht hat. Er ging so gut wie nie allein
draußen spazieren und war ein absoluter Couchpotato. Es vergingen Tage, Wochen,
Monate. Er blieb verschwunden und wir
waren sehr traurig.
Sieben Monate später, wachte ich
morgens um 3 Uhr mit einem Alptraum auf. Ich sah Nick, total schmutzig,
verletzt und abgemagert unter unserem Sofa liegen.
Ich stand auf und musste diesen
Traum erst einmal verdauen.
Dann geschah das Unfassbare …ich
musste noch eine Kleinigkeit einkaufen. Ging ins Geschäft und mir sprang ein
Flyer an einer Pinnwand ins Auge. ….Nick???
Ein Foto mit Nick und die
Überschrift „Gefunden“. Ich hätte ihn bald gar nicht erkannt, weil er so schlank
war. Mit zitternden Händen riss ich den Flyer von der Wand. Ohne Einkauf raste
ich sofort nach Hause und trommelte meine Familie zusammen.
Eine Stunde später hatten wir
unseren Nicki wieder.
Er wurde von einer Familie 6km
von uns entfernt, zwei Wochen zuvor gefunden, total abgemagert.
Sie waren sehr traurig ihn wieder
hergeben zu müssen, aber wir waren überglücklich ihn wieder zu haben. Kaum war
er wieder zu Hause, machte er sich über die Näpfe her.
Wir wissen bis heute nicht, wo er
die lange Zeit war.
Von dem Tag an, ging er nur noch
raus um sein „Geschäft“ zu machen. Wenn wir im Garten waren, war er nur kurz
bei uns und verschwand dann schnell wieder im Haus.
Tja, und dann, er Fraß immer
weniger, wir machten uns noch keine Gedanken, da er ja eh wieder zu viel auf
den Rippen hatten.
Als er dann von heute auf morgen
gar nichts mehr fraß, konnte man nichts mehr tun. Die Leber hat versagt.
Wir sind unendlich traurig und
obwohl er mir mit dem Fressen klauen
ziemlich auf den Keks ging, vermisse ich ihn wohl am meisten, denn ich
füttere überwiegend die Tiere und wenn der größte Gierschlund nicht mehr da
ist, fällt es schon sehr auf.
Nicki, Du fehlst!!!
Maja
Liebe Maja,
AntwortenLöschendas ist ja traurig!
Ich wünsche dir mein herzlichstes Beileid!
Alles Liebe,
Tanja